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Gewerbeversicherungen

GROSSE VERANTWORTUNG

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist nicht nur ein Risiko – es ist
auch die vielleicht größte Chance im Berufsleben. Nicht nur in finanzieller
Hinsicht kann die Selbstständigkeit zu einer enormen Verbesserung
führen. Auch die innere Befriedigung etwas Eigenes aufzubauen,
der eigene Herr zu sein, kann nicht zu niedrig bewertet werden. Wir
wün­schen Ihnen an dieser Stelle viel Erfolg mit Ihrer Unternehmung!
Dennoch kann jedem einmal ein Missgeschick passieren. Haben Sie
bereits Mitarbeiter, können Sie diese nicht immer überwachen. Was
kann man tun, wenn Kunden nicht zahlen? Wie können Sie für sich
selbst vorsorgen, ohne im Falle einer Insolvenz alles wieder zu verlieren?
Was passiert, wenn Sie krankheitsbedingt längere Zeit ausfallen?
Sie sehen, es gibt eine ganze Reihe von Punkten, die bedacht werden
müssen.
Wir möchten Ihnen hier zumindest eine kleine Übersicht der wichtigsten
Bereiche liefern. Dies kann natürlich eine persönliche Beratung
nicht ersetzen. Hierfür stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Betriebshaftpflichtversicherung

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist die wichtigste aller gewerblichen
Versicherungen. Sie ist eine unbedingte Notwendigkeit für jeden
Existenzgründer. Die Betriebshaftpflichtversicherung kommt für
Schäden auf, die durch Sie oder einen Ihrer Mitarbeiter einem Dritten
gegenüber verursacht werden. Darüber hinaus prüft sie, ob die an
Sie gestellten Schadenersatzansprüche gerechtfertigt sind. Sämtliche
Kosten, bis hin zu einem eventuell entstehenden Rechtsstreit, werden
dann von der Haft­pflichtversicherung getragen.
Neben Schäden, bei denen Sie oder Ihre Mitarbeiter anderen durch
eine Handlung aktiv (also durch „Ihr Tun“), schädigen, kann z. B. auch
eine Vernachlässigung der Verkehrssicherungspflicht zu einem Schaden
mit entsprechenden Forderungen führen. Da es keine pauschale
Summenbegrenzung für Schadenersatzansprüche gibt, kann bei einem
großen Schaden schnell der Fortbestand der Firma auf dem Spiel
stehen. Einzelunternehmer und Freiberufler sind in der Regel zudem
auch zusätzlich persönlich mit ihrem Privatvermögen haftbar.
Vermögensschadenhaftpflichtversicherung
Während die Betriebshaftpflicht für Per­sonen- und Sachschäden, sowie
daraus resultierende Vermögensschäden (z. B. Verdienstausfall)
aufkommen, sind reine Vermögensschäden nicht versichert. Ursachen
für echte Vermögensschäden können beispielsweise sein: Beratungsfehler,
Fehlauskünfte, Fristversäumnisse, Planungsfehler… Eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung
kommt für solche Schäden
auf.
Für die meisten Kammerberufe (z. B. Steuerberater, Anwälte, Wirtschaftsprüfer,
usw.) ist das Vorhandensein einer solchen Haft­pflichtdeckung
eine Pflichtversicherung und somit Zulassungsvoraussetzung.
Ein Abschluss ist für jeden empfehlenswert, der beratend,
planend, verwaltend oder betreuend tätig ist.


Inhaltsversicherung

Die Inhaltsversicherung ist vergleichbar mit einer Haus­rat­ver­si­che­rung
für den Betrieb. Wer sein Gewerbe in Geschäftsräumen betreibt, eine
Werkstatt oder Lagerhalle unterhält, hat dort auch eine Betriebseinrichtung,
die einen beträchtlichen Wert darstellen kann. Ungeachtet
dessen, ob es sich um Büromöbel, Computer, Maschinen, Werkzeuge
oder Vorräte handelt, ist es immer problematisch, wenn Betriebseinrichtung
z. B. durch Feuer oder einen Einbruch beschädigt wird bzw.
abhanden kommt. Auch bei gebraucht erworbenen Geräten kommen
schnell hohe Belastungen auf Sie zu, wenn sie neu angeschafft
werden müssen. Eine Inhaltsversicherung deckt im Rahmen der von
Ihnen gewählten Gefahren die Kosten der Schadenbeseitigung, Reparatur
und ggf. Neuanschaffung.
Betriebsunterbrechungsversicherung

Wurde Ihr Betrieb, wie in der Inhaltsversicherung beschrieben, Opfer
eines versicherten Schadens, der den Geschäftsbetrieb lahmlegt
oder zumindest vorübergehend lähmt, kann es problematisch für Sie
werden, Ihre weiter laufenden Kosten zu decken. Miete, Leasingraten,
Personalkosten, etc. fallen weiterhin an und müssen gezahlt werden.
Oft beinhaltet die Inhaltsversicherung bereits eine Betriebsunterbrechungsversicherung
in einer Höhe, die dem versicherten Wert Ihrer
Firmenausstattung entspricht. Sie greift bei den in der Inhaltsversicherung
gewählten Gefahren. Ist absehbar, dass Ihr Jahresumsatz
diesen Wert übersteigt, sollte die Versicherungssumme der Betriebsunterbrechungsversicherung
entsprechend angepasst werden. Eine
interessante Alternative zur hier vorgestellten klassischen Deckung
kann eine Existenzbetriebsunterbrechungsversicherung (EBU) darstellen.
Auch hier sind verschiedene Sachgefahren als Ursache der
Betriebsunterbrechung mitversichert. Darüber hinaus ist aber auch
der krankheitsbedingte Ausfall eines Firmenlenkers mit abgesichert.
Die EBU stellt damit auch eine Alternative für ein Krankentagegeld
dar – und lässt sich als Betriebsausgabe steuerlich geltend machen.


Elektronikversicherung

Wer aus dem Ausfall von Elektronik hohe finanzielle Konsequenzen
befürchten kann, sollte diese Form der Absicherung wählen. In der
Elektronikversicherung können elektronische Geräte u. a. auch gegen
Schäden durch Fehlbedienung, einfachen Diebstahl oder Unachtsamkeit
versichert werden. Je wichtiger ein Gerät bzw. eine Gerätegruppe
in einem Unternehmen ist (z. B. die Medizinelektronik in einer Arztpraxis),
desto umfangreicher sollte der Versicherungsschutz gewählt
werden. Neben der Absicherung der reinen Sachschäden an den versicherten
Dingen, ist eine Erweiterung um anfallende Datenwiederherstellungskosten
und Software zusätzlich vereinbar.


Maschinenversicherung

Stationäre oder mobile Arbeitsmaschinen lassen sich im Rahmen einer
Maschinenversicherung sehr umfangreich absichern. Grundsätzlich
ist der Versicherungsumfang deutlich umfangreicher als in der
Inhaltsversicherung und umfasst u. a. auch Bedienungsfehler, Überlastung
oder Betriebsmittelschäden. Der Versicherungsschutz kann in
gewissem Rahmen auf den jeweiligen Bedarf angepasst werden.


Werkverkehrsversicherung

Selten erscheint man bei seinen Kunden mit leeren Händen. In der
Regel führt man Werkzeuge, Maschinen, Waren u. ä. mit sich. Kommt
es während des Transports oder beim Be- und Entladen des Transportfahrzeugs
zu einer Beschädigung der mitgeführten Dinge, oder
wird bei einer Pause in den Transporter eingebrochen und Gerätschaften
gestohlen, greift der Schutz der Werkverkehrsversicherung.
Auch ein Teil der Ausstattung von Verkaufswagen oder -anhängern (z.
B. Kassen, Friteusen…), die nicht fest mit dem Fahrzeug verbunden
sind, lassen sich nur über eine Werkverkehrsversicherung absichern.


Rechts­schutz­ver­si­che­rung

Eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung ist eine sinnvolle Ergänzung zur Betriebshaftpflicht.
Rechtliche Auseinandersetzungen bleiben im Geschäftsleben nicht
aus. Seien es Schadenersatzforderungen, die Sie selbst durchsetzen
möchten, oder Streitigkeiten mit einem ehemaligen Mitarbeiter, dem
Sie kündigten – eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung hilft. Viele Versicherer
bieten inzwischen auch Möglichkeiten des Forderungsmanagements
für ihre gewerblichen Kunden. Damit können Sie sich Zeitaufwand
und Ärger mit säumigen Kunden sparen und haben den Kopf
frei für Ihre eigentliche Arbeit. Je nach gewähltem Tarif sind auch Ihre
privaten Risiken mit absicherbar.

 

SIE HABEN MITARBEITER?

Sobald Sie Mitarbeiter haben, übernehmen Sie in gewissem Umfang
auch soziale Verantwortung. Die regelmäßige Zahlung von Löhnen
und Gehältern, die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften oder die
Ausstattung mit benötigten Arbeitsgeräten sind dabei eine Selbstverständlichkeit,
die Ihre Mitarbeiter von Ihnen erwarten können. Gute
Mitarbeiter sind immer schwerer zu finden – umso wichtiger, dass sie
loyal zur Firma stehen. Freiwillige Sozialleistungen sind ein einfaches
und meist preiswertes Mittel, um Mitarbeiter fester an sich zu binden.


Betriebsrente

Sie müssen Mitarbeitern mindestens einen Durchführungsweg für
betriebliche Alters­vorsorge (bAV) bieten. Da die Beiträge dafür in der
Regel über den Weg der Gehaltsumwandlung generiert werden, sparen
Sie und Ihr Mitarbeiter sich Beiträge zu den Sozialversicherungen.
Was wäre einfacher, als einen Teil der ersparten Sozialabgaben als
Arbeitgeberzuschuss zusätzlich in einen bAV-Vertrag mit einzubezahlen?
Schaffen Sie zusätzlichen Anreiz für die Betriebsrente und zeigen
Sie Ihren Mitarbeitern, dass Sie sich aktiv an deren Aufbau einer Alters­vorsorge
beteiligen möchten.


Gruppenunfallversicherung

Unfälle passieren schneller als man denkt. Umso schlimmer, wenn es
ein Arbeitsunfall ist, der einen Ihrer Mitarbeiter in die Invalidität bringt.
Die Leistungen aus einer Gruppenunfallversicherung können die finanziellen
Probleme, die aus einer Behinderung resultieren, lösen.
Über eine Gruppenunfallversicherung ist solide Invaliditätsvorsorge
zu verhältnismäßig geringem Beitrag erhältlich – auch für Sie selbst.


Betriebliche Kranken­ver­si­che­rung

Für die Installation einer Betrieblichen Kranken­ver­si­che­rung schließen
Sie mit einem Versicherer einen Vertrag. Sie wählen einen oder mehrere
Tarife der Kranken­zusatz­ver­si­che­rung für Ihre Mitarbeiter aus, die
Sie ihnen zur Auswahl stellen. Vor allem an den Bereich der stationären
Ergänzungsabsicherung sollten Sie hier denken. Als Zugangsvoraussetzung
wird entweder eine vorgegebene Quote aller Mitarbeiter
oder eine Mindestanzahl von Mitarbeitern verlangt. Werden die Voraussetzungen
voll erfüllt, wird Versicherungsschutz für die Mitarbeiter
zumeist ohne oder zumindest mit erleichterter Gesundheitsprüfung
gewährt. Mitarbeiter, die eine bessere gesundheitliche Versorgung genießen,
werden schneller gesund und verweilen entsprechend kürzer
im Krankenstand. Für Sie als Arbeitgeber ist das ein echter Gewinn.


 
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